Studien

Häusliche Gewalt. Kostenstudie für Deutschland

Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg hat im November 2017 die erste deutschlandweite Studie zu den Kosten häuslicher Gewalt veröffentlicht. Die Studie, die möglichst umfassend direkte und indirekte Kosten zusammenstellt, kommt hier auf Gesamtkosten von mindestens 3,8 Milliarden Euro pro Jahr. Pro Person im erwerbsfähigen Alter ergeben sich Kosten von 74 Euro pro Jahr. Erklärtes Ziel der Erhebung ist nicht nur, die Folgekosten von Gewalt aufzudecken, sondern auch Datenlücken und Handlungsoptionen aufzuzeigen.

Empirische Studie zu weiblicher Genitalverstümmelung in Deutschland

In Deutschland leben knapp 50000 Frauen, die Opfer einer Genitalverstümmelung geworden sind. Nach Schätzungen sind zwischen 1500 und 5700 Mädchen, die in Deutschland leben, davon bedroht. Das zeigt eine empirische Studie, die vom Bundesfrauenministerium gefördert und von Integra, der Dachorganisation von Nichtregierungsorganisationen gegen weibliche Genitalverstümmelung, in Zusammenarbeit mit der Ramboll Management Consulting GmbH durchgeführt wurde. Der Studie zufolge ist die Zuwanderung von Frauen und Mädchen aus Ländern, in denen die weibliche Genitalverstümmelung besonders verbreitet ist, in Deutschland von Ende 2014 bis Mitte 2016 um 40 Prozent gestiegen. Die Zahl der Betroffenen stieg demnach um knapp 30 Prozent. Die fünf Hauptherkunftsländer, aus denen die meisten der in Deutschland betroffenen Frauen und Mädchen stammen, sind: Eritrea, Irak, Somalia, Ägypten und Äthiopien.

Studie «Betroffenensicht zu Recht und Interventionen bei Partnergewalt»

Die Studie "Betroffenensicht zu Recht und Interventionen bei Partnergewalt – auf dem Weg zur Gleichstellung der Geschlechter?" im Auftrag des Schweizerischen Nationalfonds evaluiert die Situation von Frauen, die Gewalt erlebt haben: Wie beurteilen sie die Beratung und Hilfe, die ihnen zuteil wurde? Welche Unterstützungsformen waren hilfreich und nützlich? Welche Rahmenbedingungen wirkten sich eher einschränkend oder negativ aus? Ziel des Forschungsvorhabens ist es, das aktuelle Interventions- und Unterstützungsnetz aufgrund der Erfahrungen der Nutzerinnen zu reflektieren. Durch den Einbezug der Betroffenen ermöglicht das Projekt eine neue Sicht auf diesen nach wie vor drängenden Problembereich der Gleichstellung und stellt neuartiges Wissen zur Verfügung.

Gewalt gegen Frauen: eine EU-weite Erhebung

Die Zahlen der EU-weiten Umfrage der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) sind alarmierend: Jede dritte Befragte wurde schon einmal Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt, jede 20. Frau berichtete von Vergewaltigung. Für die Studie wurden insgesamt 42.000 Frauen zwischen 18 und 74 Jahren - in allen 28 EU-Mitgliedstaaten - befragt.

Studie: Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen in Deutschland

Im August 2013 ist die Langfassung der Studie "Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen in Deutschland" erschienen. Mit der im Auftrag des Bundesfamilienministeriums durchgeführten Studie, wurden erstmalig umfangreiche Daten erfasst zu Gewalt und Diskriminierung in unterschiedlichen Lebensbereichen, zu psychischer und physischer Gesundheit, Partnerschaft und Familie, sowie zur beruflichen Situation und Lebenssituation von Frauen mit unterschiedlichen Behinderungen. Die Ergebnisse zeigen, dass Mädchen und Frauen mit Behinderungen in besonders hohem Ausmaß Opfer von Gewalt in jeglicher Form werden und darüber hinaus oft vielfältigen Formen von Diskriminierungen und struktureller Gewalt ausgesetzt sind. 

Studie der Weltgesundheitsorganisation

Laut einer umfangreiche Studie der WHO erleiden etwa 30 Prozent aller Frauen weltweit körperliche, psychische und sexuelle Gewalt. Damit zeigt sich, dass "Gewalt gegen Frauen ein globales Gesundheitsproblem von epidemischen Ausmaß" ist, so die WHO-Generaldirektorin Margret Chan.

Studie: Häusliche Gewalt und Alkohol

Die Studie «Häusliche Gewalt und Alkohol» im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) der Schweiz zeigt, dass bei nahezu einer von zwei gewaltbetroffenen Frauen ein problematischer Alkoholkonsum in der Beziehung vorliegt. Von den gewaltbetroffenen Frauen, die sich an eine Beratungsstelle wenden, geben 48 Prozent einen problematischen Alkoholkonsum in der Paarbeziehung an. In neun von zehn Fällen ist es der Mann, der trinkt. In 25 Prozent der Gewaltsituationen hat ein Beziehungspartner zum Zeitpunkt des Vorfalls getrunken. Dieser Anteil steigt sehr stark an, wenn auch ein problematischer Alkoholkonsum in der Beziehung vorliegt.

Diese Beobachtungen betreffen alle sozialen Schichten und Altersklassen. In zwei von drei Fällen der Paargewalt an Frauen leben auch Kinder im Haushalt, von denen die Hälfte unter zehn Jahre alt ist. Die Studie untersucht 1500 Fälle aus Beratungsstellen, die zu zwei Dritteln Frauen betreffen. Sie beschränkt sich auf die Konstellation gewaltausübende Männer und Frauen als Opfer, wie sie auf 80 Prozent der Fälle häuslicher Gewalt zutrifft.

Studie: Gesundheit-Gewalt-Migration

Für die Durchführung dieser Studie wurden Frauen deutscher und türkischer Herkunft sowie Frauen aus Ländern der ehemaligen UdSSR im Alter zwischen 16 und 75 Jahren befragt. Ein zentrales Ergebnis ist, dass die gesundheitliche Höherbelastung der Migrantinnen nicht überwiegend auf deren höhere Gewaltbelastung zurückzuführen ist, sondern stärker mit anderen Variablen der Lebenssituation gekoppelt ist, ...

Studie: Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen

Die Studie „Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehung“ bietet neue Erkenntnisse. Gewalt gegen Frauen ist demnach kein Problem sozialer Brennpunkte, sondern findet in allen gesellschaftlichen Schichten statt. Die Studie beinhaltet genauere Aussagen über das Ausmaß unterschiedlicher Schweregrade und den Kontext von Gewalt gegen Frauen.

Studie: Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland

Müller, Ursula/Schröttle, Monika: Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen ín Deutschland. Eine repräsentative Untersuchung zu Gewalt gegen Frauen in Deutschland. Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Berlin 2004.

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